Sketchnotes als Lehrstrategie


Unterricht organisieren: planen, durchführen & reflektieren | Sketchnotes eignen sich hervorragend zum Fascilitieren von Inhalten. Dies gilt nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern natürlich auch für Lehrerinnen und Lehrer. Visualisierung können Lehrerin und Lehrern helfen bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht. Im Referendariat werden lange Unterrichtsentwürfe geschrieben. Im Unterricht sind diese langen Textdokumente jedoch wenig hilfreich, wenn man überlegt, was man als nächstes geplant hatte. Es beginnt häufig ein hilfloses Wühlen und Suchen nach der notwendigen Information. Ein Stundenentwurf auf einer Moderationskarte im Sketchnotestil ermöglicht einen schnellen visuellen Zugang zu den relevanten Stellgliedern im Unterricht.


Überblick geben | Zu Beginn einer neuen Unterrichtseinheit oder einer Unterrichtsstunde kann eine Sketchnote einen guten Überblick über ein Thema geben. Es gelingt häufig eine Transparenz des zu lernenden Inhaltes.


Aktivierung von Vorwissen | Sketchnotes können zur Aktivierung von Vorwissen genutzt werden. Durch die visuelle Darstellung des Vorwissens, können die Schülerinnen und Schüler leichter mit neuen Inhalten anknüpfen.


Motivierender Einstieg | Eine Sketchnote kann auch zum Nachdenken anregen und Fragen aufwerfen. Dadurch kann ein motivierender Einstieg ins Thema gefunden werden. 


Dokumentation von Lerninhalten während des Unterrichts | Das Auge liebt Bilder. Es liebt entstehende Bilder noch viel mehr! Schülerinnen und Schüler profitieren von gelungenen "Tafelbildern" im Sketchnote-Stil, wenn diese sich während des Lernprozesses entwickeln und als  Ergebnissicherung fungieren. Sketchnoter nennen dies auch Grafik Recording. Lehrerinnen und Lehrer sind alle Graphik-Recorder.

 

Lernstandserhebung | Sketchnotes können auch genutzt werden, um eine Lernstandserhebung durchzuführen. Lässt man die Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungen zu einem Thema grafisch darstellen, erkennt man auf den ersten Blick Ideen. Es lassen sich darüber auch viel (Fehl-) Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern enttarnen. Da Bilder mehr als reine Fakten Darstellung sind, entdeckt man häufig auch verborgene Denkweisen und Anschauungen. Visualisierungen können ein wahres Diagnoseinstrument sein. Auch als Leistungsüberprüfung können sie verwendet werden.